Ich bin Anja & Frau ErnstIch bin aber auch: Yogalehrerin & BNE-Referentin | ![]() |
Etwas problematisch ist hier sicher, dass es bei den Lehrenden keine allgemeinen Qualitätsstandards gibt. Wie ich inzwischen weiß, gibt es verschiedene Vereine bzw. Verbände die Ausbildungen in verschiedenen Intensitätsgraden anbieten aber im Grunde darf sich jeder, der möchte Yogalehrer oder Yogalehrerin nennen. Vom gut ausgebildeten, erfahrenen Guru bis zum Weekend-Warrior. Und leider fühlen sich offenbar einige durch ein Crashkurs-Wochenendseminar befähigt andere in die Welt des Yoga einzuführen.
Einmal lande ich in einer „Yoga für Rücken und Gelenke Stunde“ und bekomme da mehrfach gesagt, dass es richtig sei wenn es schmerzt. Die Dame kommt aus dem Fitnessstudiosektor und hat es augenscheinlich nie mit Personen zu tun gehabt, die, wie ich, nur eingeschränkt fit sind.
Eine andere „herausragende“ Erfahrung mache ich als ich im Vorfeld mit der Yogalehrerin spreche und sage: „Ich bringe ein Problem mit, ich habe MS.“ Und darauf kommt: „Das ist kein Problem, ich habe hier Tee gekocht, der legt eine Schutzschicht um Deine Nervenbahnen und dann bist Du geschützt.“ Ähm? Nein! Das wird Brennnessel-Hibiskus-Sud wohl leider auf gar keinen Fall tun. Wenn das so einfach wäre… Jedenfals sind Roibusch und Kamille nicht mein letzter Wille.
Trotzdem versuche ich auch aus dieser Erfahrung etwas Positives mitnehmen: Ich sage nicht mehr „Ich habe ein Problem dabei“, sondern spreche inzwischen an, dass ich ein paar besondere Bedürfnisse habe. Wobei mir die Ausdrucksweise auch nicht gut gefällt. Auch das Wort „Handicap“ finde ich komisch, ich gehe ja nicht zum Golf. Manchmal sage ich auch, dass ich wegen meiner MS ein paar Special Effects mitbringe. Oder ich erkläre einfach gar nichts, sage, dass ich so mitmache wie ich kann und passe dann eben für mich an. Und genau das ist Yoga für mich! Damals fehlt mir diese Expertise aber.
Dann lande ich irgendwann, als ich eigentlich schon beschlossen hatte, dass Yoga nichts für mich ist, in einem Workshop der Familienbildungsstätte. Welch ein Glücksfall! Auch hier treffe ich auf eine Yogalehrerin, auch sie unterrichtet das „Selbe“ wie die anderen, jedoch besitzt diese Yogalehrerin einen besonders guten Blick und vor allem Fachwissen und die Empathie, um auf meine „Special Effects“ einzugehen. Sie hat die Expertise mir machbare Alternativen zu zeigen, wenn ich bestimmte Haltungen nicht ausführen kann. Seither bin ich mit Feuereifer dabei.
Und inzwischen selber Yogalehrerin.
Denn Yoga ist so wunderbar wandelbar und ich möchte anderen diese tolle Erfahrung ermöglichen - auch und gerade dann, wenn "Special Effects" mitgebracht werden. Deshalb habe ich eine 650 Stunden Ausbildung beim BDYoga, dem Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland gemacht. Allgemein üblich sind oft nur 150 oder 200 Unterrichtseinheiten. Und ich bilde mich weiter, jetzt gerade mit Verschiedenen Schwerpunkten und MTCs in der AYI Community von Dr. Ronald Steiner, dem YogaDoc, denn mich interessiert der therapeutische Ansatz des Yoga.
![]() Auf dem Bild seht ihr 3 verschiedene Varianten der Helden-Haltung im Dorfgemeinschaftshaus in Capelle | Ich wollte es genauer wissen und mit Hintergrundwissen die Fähigkeit erlangen auch Menschen wie mir eine tolle Yoga-Erfahrung zu ermöglichen. Ein Bisschen Handwerkszeug habe ich also jetzt. Alles weitere kommt durch Erfahrung und den Willen mit dem Lehren weiter zu lernen.
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Kontakt:
Anja Ernst | Nordkirchen
+49(0)17696733445 | Anja ät ernstundfreun Punkt de